Aus dem Jahr 1937

Die ersten Gedichte stehen in direktem Zusammenhang mit der Entstehung der Traditionsstätte unseres Berliner Bären, dem Bärenzwinger im Köllnischen Park.

Am 23. August 1937 wurde in einem Leserbrief in der „BZ am Mittag“, im Zusammenhang mit der 700-Jahrfeier Berlins, dem Oberbürgermeister der Vorschlag unterbreitet, mitten in Berlin eine Anlage für Stadtbären zu errichten. Gleich am nächsten Tag kam eine positive Reaktion und das löste allgemeine Begeisterung aus, die auch poetisch ausgedrückt wurde. Bereits am 25. August 1937, das unterstreicht die freudige Aufnahme der Information durch die Berliner, veröffentlichte die „Berliner Morgenpost“ ein Gedicht aus diesem Anlass.

Wir kriegen einen Bären!
So singt es freudbeseelt.
Wir kriegen einen Bären,
Der uns bisher gefehlt.
Nicht lange wird´s mehr währen.
Dann haben wir ihn hier,
´nen richt´gen echten Bären-
Nicht nur- als Wappentier
Ein jeder froher Laune
Ihm dann Visite macht.
Und Meister Petz der braune,
ganz „bärenmäßig“ lacht.
Wie hat ein sein Vergnügen,
Wenn alles steht und schaut!
Und mag er auch mal liegen
Auf - seiner Bärenhaut.
Schon geht von Mund zu Munde
Ein Wort: „Wir kriegen ihn“!
Bald weithin in der Runde
Erschallt´s: “Auf, nach Bär-lin.

K.

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Letztes Update: Februar 2011